Wärmepumpe einbauen: Zuschuss und Förderkredit in der Übersicht

Die neuen Energien befinden sich auf dem Vormarsch, zunehmend mehr Bauherren können sich für sie begeistern. Bereits im Jahr 2011 wurden 23 Prozent der Wohnungsneubauten mit Wärmepumpen ausgestattet.

Andererseits kommt die Gasheizung immer noch auf einen erschreckend hohen Marktanteil: 2011 entschied sich fast die Hälfte aller Bauherren für den fossilen Brennstoff. Grund sind die niedrigeren Anschaffungskosten. Die Wärmepumpe weiß zwar mit niedrigeren Unterhaltskosten zu überzeugen, doch ihre Anschaffung ist deutlich kostspieliger.

Dabei sollten sich Bauherren nicht vorzeitig gegen die Wärmepumpe entscheiden. Erstens verspricht sie auf lange Sicht eine schöne Kostenersparnis, zweitens wird ein Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet und drittens werden Fördermittel angeboten. Aufgrund der Fördermittel kommt es wiederum zu einer deutlichen Relativierung der erhöhten Anschafungskosten.

Direkter Zuschuss zur Senkung der Anschaffungskosten

Da wäre zunächst ein direkter Zuschuss vom Bund, der über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ausgezahlt wird. Die Förderung im Dezember 2013) sah wie folgt aus:

1.300 Euro pauschal für Luft/Wasser-Wärmepumpen bis 20 kW
1.600 Euro pauschal für Luft/Wasser-Wärmepumpen von 20 kW bis 100 kW
2.800 Euro und mehr für Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpen

Neue Förderung (Stand April 2015)

Noch immer gibt es pauschale Förderbeträge, die ab 1.300 Euro beginnen. Höhere Förderungen sind möglich, wobei es letztlich darauf ankommt, wie die Heizung betrieben wird und wie es um ihre Effizienz bestellt ist. Vor allem der JAZ (Jahresarbeitszahl) kommt hierbei oftmals eine hohe Bedeutung zu. Ausführliche Informationen finden Interessenten direkt auf der Website des BAFA, unter http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/waermepumpen/index.html

Weitere Zuschüsse sind über die Innovations- und Zusatzförderung möglich, wenn beispielsweise ergänzend eine Solaranlage installiert wird oder die Pumpe auf einer besonders effizienten Technologie beruht.

Zinsgünstiges Förderdarlehen

In Abhängigkeit vom jeweiligen Vorhaben besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum Zuschuss durch das BAFA auch noch ein Förderdarlehen über die KfW Bank zu erhalten. Attraktiv sind diese Darlehen wegen ihrer Zinssätze, die nochmals deutlich attraktiver als die Zinssätze konventioneller Immobiliendarlehen sind. Ob eine Kombination von Förderdarlehen und Zuschuss möglich ist, muss eigens geprüft werden.

Tipp: Förderbedingungen rechtzeitig prüfen

Interessenten sollten sich mit dem Thema Förderung möglichst früh auseinandersetzen. Leider gelten je nach Vorhaben ganz unterschiedliche Förderbedingungen. Außerdem können Einschränkungen bestehen, weil beispielsweise Anträge innerhalb bestimmter Fristen gestellt werden müssen. Gerade solche Themen mögen zwar manchmal abschreckend wirken, aber dennoch ist es wichtig, sie möglichst früh anzugehen, damit die Fördermittel auch tatsächlich abrufbar sind.

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